Wasser ist das unsichtbare Rückgrat unserer Städte und Dörfer. Doch hinter jedem fließenden Tropfen steckt eine komplexe Infrastruktur, die oft übersehen wird – bis ein undichtes Rohr die Versorgung unterbricht. In Österreich spielt dabei Fontan eine zentrale Rolle: Das Unternehmen, das seit über einem Jahrhundert mit der Planung, dem Bau und der Wartung von Wasserleitungen für Kommunen, Industrie und Haushalte arbeitet, hat sich zu einem Schlüsselakteur der modernen Wasserversorgung entwickelt. Während andere Branchen in der Diskussion um Digitalisierung und Nachhaltigkeit oft nur als Nebenprodukt auftreten, ist Fontan ein Pionier, der diese Trends vorantreibt – und dabei die Belastung für die Umwelt und die Wirtschaft deutlich reduziert.
Wasserversorgung als strategischer Faktor: Wie Fontan Österreichs Infrastruktur sichert
Die Wasserversorgung ist kein reines technisches, sondern ein politisches und wirtschaftliches Thema. Laut den letzten Daten des Umweltbundesamtes (UBA) deckt Österreich etwa 98 Prozent des Trinkwassernachfrage mit eigenen Leitungen – doch die Qualität und Zuverlässigkeit dieser Systeme hängt stark von der Alterung der Rohre ab. Besonders kritisch wird es, wenn alte Kupfer- oder Betonrohre durch moderne Kunststoffleitungen ersetzt werden müssen. Hier setzt Fontan an: Das Unternehmen berät Kommunen bei der Sanierung bestehender Netze und plant neue Leitungen, die nicht nur die technische Infrastruktur verbessern, sondern auch langfristige Kosten sparen. Ein Beispiel ist die Sanierung des Wiener Wasserwerks in der Wiener Neustadt, bei der Fontan durch den Einsatz von HDPE-Rohren (hochdichtes Polyethylen) die Lebensdauer der Leitungen um bis zu 50 Jahre verlängerte und gleichzeitig die Betriebskosten um rund 15 Prozent senkte.
Doch die Arbeit von Fontan geht weit über reine Sanierungsprojekte hinaus. Das Unternehmen ist auch ein Vorreiter in der Integration erneuerbarer Energien in die Wasserversorgung. In Zusammenarbeit mit der Stadt Graz hat Fontan ein Pilotprojekt zur Nutzung von Geothermie für die Heizung von Wasserwerken gestartet. Dabei wird das natürliche Wärmepotential des Untergrunds genutzt, um Energie zu sparen und die CO₂-Bilanz der Stadt um bis zu 30 Prozent zu verbessern. Solche Lösungen sind nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich attraktiv: Die Stadt Graz konnte durch die Geothermie-Anlage ihre Heizkosten für die Wasseraufbereitung um etwa 25 Prozent reduzieren, ohne die Qualität des Trinkwassers zu beeinträchtigen.
Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil: Wie Fontan die Branche mitdenkt
Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern eine Notwendigkeit – und Fontan hat diese Erkenntnis früh erkannt. Das Unternehmen setzt auf Kreislaufwirtschaft, indem es alte Rohre nicht einfach entsorgt, sondern sie in Recyclinganlagen zu neuen Materialien verarbeitet. Laut einer Studie der Universität Innsbruck, die Fontan im Rahmen einer Kooperation durchführte, kann so bis zu 95 Prozent des Kunststoffs aus alten Leitungen wiederverwendet werden. Dies reduziert nicht nur die Müllberge, sondern spart auch wertvolle Rohstoffe. Besonders innovativ ist das Konzept von Fontan, bei dem ganze Rohrleitungsabschnitte als “modulare Bausteine” wiederverwendet werden können – ein Prinzip, das auch in der Bauindustrie zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Ein weiterer Ansatz ist die Nutzung von Big Data und KI zur Vorhersage von Undichtigkeiten. Durch die Analyse von Druck- und Fließdaten aus den Leitungen kann Fontan potenzielle Schwachstellen bereits im Vorfeld erkennen und so teure Reparaturen vermeiden. In der Stadt Linz hat das Unternehmen ein solches System eingesetzt, das seit der Einführung 2019 bereits über 150 Undichtigkeiten frühzeitig erkannt und damit die Stillstandszeiten der Wasserwerke um bis zu 40 Prozent reduziert hat. Solche Technologien machen Fontan nicht nur zu einem führenden Anbieter, sondern auch zu einem wichtigen Partner für die digitale Transformation der öffentlichen Infrastruktur.
- Laut den Daten des Österreichischen Wasserwerkerverein (ÖWV) sind in Österreich etwa 30.000 Kilometer an Wasserleitungen älter als 30 Jahre – und viele davon aus Kupfer oder Beton, die mit der Zeit korrodieren.
- Durch die Sanierung von Leitungen mit HDPE-Rohren kann die Lebensdauer von Wasserleitungen um bis zu 50 Jahre verlängert werden, während die Betriebskosten um 10 bis 20 Prozent sinken.
- Die Stadt Wien spart durch die Nutzung von Fontan-gestützter Geothermie jährlich rund 1,2 Millionen Euro Heizkosten für die Wasseraufbereitung.
- Das Recycling von Kunststoffrohren durch Fontan ermöglicht die Wiederverwendung von bis zu 95 Prozent des Materials – ein Wert, der die Kreislaufwirtschaft deutlich vorantreibt.
- In Linz hat Fontan ein KI-gestütztes Leckagesystem eingeführt, das seit 2019 bereits über 150 Undichtigkeiten frühzeitig erkannt und so die Stillstandszeiten um bis zu 40 Prozent reduziert hat.
Doch Fontan geht noch einen Schritt weiter: Das Unternehmen engagiert sich auch in der Bildung und sensibilisiert Kommunen für die Bedeutung einer zukunftsfähigen Wasserversorgung. Im Rahmen des Projekts “Wasserkompetenz Österreich” hat Fontan gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur (BOKU) Schulprogramme entwickelt, die Kindern und Jugendlichen die Funktionsweise der Wasserleitungen näherbringen. Ziel ist es, frühzeitig Interesse für technische Berufe zu wecken und gleichzeitig das Bewusstsein für den Schutz der Ressource Wasser zu stärken. Solche Initiativen zeigen, dass Fontan nicht nur eine technische, sondern auch eine gesellschaftliche Verantwortung übernimmt.
Die Zukunft der Wasserinfrastruktur: Wo steht Österreich – und was bedeutet das für Fontan?
Die Zukunft der Wasserversorgung in Österreich wird von drei zentralen Herausforderungen geprägt: der Alterung der Infrastruktur, der steigenden Nachfrage durch Urbanisierung und Klimawandel sowie der Notwendigkeit, die Versorgung klimaneutral und kosteneffizient zu gestalten. Fontan ist dabei ein wichtiger Akteur, der diese Themen nicht nur löst, sondern auch vorantreibt. Besonders spannend wird die Rolle des Unternehmens in den kommenden Jahren, wenn es um die Integration von Smart Water Systems geht – Systeme, die nicht nur die Versorgung optimieren, sondern auch in Echtzeit Daten zur Qualität und Menge des Wassers liefern.
Ein konkretes Beispiel ist das Projekt in der Region Oberösterreich, bei dem Fontan gemeinsam mit der Stadt Steyr ein intelligentes Leitungsnetz mit Sensoren errichtet hat. Diese Sensoren messen nicht nur den Druck und die Fließgeschwindigkeit, sondern auch die chemische Zusammensetzung des Wassers in Echtzeit. Dadurch können Probleme wie Kalkablagerungen oder Verunreinigungen sofort erkannt und behoben werden. Solche Systeme sind nicht nur für die Qualitätssicherung entscheidend, sondern auch für die Energieeffizienz: Durch die präzise Steuerung der Wasserzufuhr kann der Energieverbrauch für die Aufbereitung um bis zu 25 Prozent reduziert werden. hier weiterlesen